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09.07.2011 Jumbo-Run Sonsbeck


Am 09.07.2011 wurde zum 13. Mal der Jumbo-Run, organisiert und veranstaltet vom Unternehmen Zündkerze in Sonsbeck, durchgeführt. Etwa gegen 10:00 Uhr traf ich am Kastell in Sonsbeck ein und traf dort auf eine große Anzahl Biker. Wie sich später herausstellen sollte, zählten wir 113 Maschinen. Trikes, Gespanne und Solomaschinen aller Typen. Oldtimer, nagelneue Maschinen, Raritäten und alles, was des Bikers Herz erfreut.

Start- und Treffpunkt in Sonsbeck


Das Wichtigste aber - auf dem Startgelände vermischten sich die Fahrer und Fahrerinnen mit den Gästen, um den sich dieser Tag eigentlich drehte. Viele Biker unterhielten sich bereits mit den behinderten Menschen, die sich teilweise ein ganzes Jahr auf diesen Tag gefreut haben. Sie fiebern diesem Tag entgegen, da sie als Gäste in den Trikes, den Beiwagen oder sogar auch auf den Solomaschinen mitfahren können.

Ich sah sehr viele glänzende Augen und die Vorfreude der Gäste war unübersehbar. Alle Teilnehmer, behindert oder nicht, waren für diesen Tag eine große Familie.

Die meisten Teilnehmer hatten bereits gemeinsam gefrühstückt und warteten nun auf den Startschuss, der traditionell durch den Aufstieg eines Ballon-Päckchens von den Organisatoren etwa gegen 11:00 Uhr, gegeben wurde.

Zuvor hatten die Organisatoren des Unternehmen Zündkerze die Gäste auf die einzelnen Maschinen verteilt. Ich hatte die 11-jährige Ann-Kathrin an Bord und nach einer kurzen Absprache über ein paar Fahrregeln ging es dann auch schon los.

Der Tross der 113 Maschinen setzte sich, angeführt von zwei Polizeikrädern, unter Einsatz der Hupen lautstark in Bewegung.


Am Straßenrand in Sonsbeck standen viele interessierte Bürger, die den Fahrern zuwinkten - und die Fahrgäste, aber auch die Biker winkten freundlich zurück. Insgesamt führte die Strecke, über die gesamte Distanz begleitet von einem Arzt und dem ADAC, über eine Länge von 95 Kilomtern durchs Niederrheingebiet. Befahren wurde fast ausschließlich nach dem Verlassen von Sonsbeck das Kreisgebiet Kleve.

Die Polizeibeamten und die freiwilligen Verkehrshelfer sorgten mit ihrem Einsatz für einen reibungslosen Verlauf und ungehindertes Fahren auf der gesamten Strecke.

Etwa auf halber Strecke hatten die Organisatoren eine Pause vorgesehen, die dann auch auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Nähe der holländischcen Grenze durchgeführt wurde. Auch hier erwies sich das Organisatorenteam als professioneller Veranstalter. Es wurde Eis, Kaffee und Wasser gereicht. 



small talk während der Pause


Die Biker und deren Fahrgäste hatten auch hier wieder Gelegenheit zur Kommunikation untereinander. Und davon wurde auch reichlich Gebrauch gemacht. Lockere Gruppen, die zwanglos miteinander plauderten und zum Teil die Gelegenheit nutzten, Erfahrungen auszutauschen oder das ein oder andere technische Detail der zum  Teil wirklich tollen Maschinen zu besprechen.


Kurioses war auch dabei

Nach einer etwa halbstündigen Pause ging es dann auf die 2. Etappe, die wieder, genau wie die erste Hälfte, überwiegend über Landwirtschaftsstraßen führte. Die Fahrt endete dann gegen 15:00 Uhr auf einem Parkgelände in Sonsbeck.

Dort hatten die Veranstalter bereits Zelte und Grillstellen aufgebaut und es duftete schon nach lecker Gegrilltem, das den Fahrern und Gästen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Eine Vielzahl von freiwilligen Helfern grillten und servierten hervorragendes Essen im Akkord. Ich kann immer wieder nur sagen, dass Alles in Allem der Dank den vielen Helfern des Unternehmen Zündkerze gebührt, die all das ermöglichten.


Aber einmal abgesehen von den vielen technischen Leckerbissen auf dem Veranstaltungsgelände gab es auch viele anrührende Erlebnisse, über die man eigentlich viel zu schnell im "normalen Leben"  hinwegsieht: Ich meine die Begegnung zwischen Nichtbehinderten und Behinderten. Und wer genau hingeschaut hat, dem sind dann auch solche liebevollen Gesten nicht verborgen geblieben wie ein Geschwisterpaar, das sich liebevoll immer wieder in die Arme nahm und sich zärtlich streichelte. Ein Mädchen, offensichtlich ohne gesundheitliche Einschränkungen und ihr etwas jüngerer Bruder, ganz offensichtlich mit einer körperlichen und geistigen Behinderung. Derartige Szenen haben mir wieder einmal verdeutlicht, dass wir mehr integrative Veranstaltungen wie diese brauchen.


Und in Gedanken an unseren schwer verunglückten Freund, der all die Jahre immer diese Veranstaltung begleitet hat und dieses Mal nicht dabei sein konnte, möchte ich an dieser Stelle noch sagen: Ja - auch wenn Du körperlich nicht dabei sein konntest, in unseren Gedanken warst Du es, der an den Kreuzungen stand und den Verkehr für uns geregelt hat. In diesem Sinne für Dich noch weiter gute Besserung.

Ganz sicher werde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein. Eine Veranstaltung, die immer in meinem Gedächtnis bleiben wird.

In diesem Sinne allen Bikern Allzeit gute Fahrt

Euer Tour Guide

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10.04.2011 Borken - Wesel - Skulpturenpark Rees - Hamminkeln Roadhouse

Länge der Tour: Ab Borken 142 km - ab Wesel Auesee bis Roadhouse Hamminkeln 73 km

tatsächlich gefahrene Route:

 Wesel - Xanten - Rees - Hamminkeln - Brünen - Rhede - Borken

Beschreibung:

Heute Morgen um 09:00 Uhr war es also so weit: Die 2. Sonntags-Tour beginnt bei 5 Grad Lufttemperatur, aber strahlend blauem Himmel. Alles in allem verspricht auch diese Tour wieder toll zu werden.

Für uns (Andrea als Sozia und Michael als Tour-Guide) geht’s zunächst vom Heimatort ca. 35 km nach Wesel zum Treffpunkt am Auesee.

Wir rechneten bei dem schönen Wetter doch mit einigen Fahrern, die Lust und Laune hatten, die geplante Route mitzufahren. Aufgrund der niedrigen Temperaturen hatten wir vorsichtshalber mal für die Biker ein paar Kannen heißen Kaffee mitgenommen, der dann auch gerne am Treffpunkt genommen wurde.

 

Heute waren wir mit insgesamt 6 Maschinen unterwegs. Dirk, Andreas, Tobias, Rudi, Henner und wir. Ich bin sicher, dass sich im Laufe der Zeit noch einige Biker mehr zu den Touren treffen, leider hatten die meisten heute (wie auch beim letzten Treffen) Frühdienst.  Schade, aber nicht zu ändern.

Vom Treffpunkt ging’s dann gegen 09:45 Uhr los in Richtung Xantener Nordsee, wo wir auf jeden Fall noch mal einen Kaffee-Stop eingeplant hatten.

Mittlerweile war die Lufttemperatur auf ein absolut verträgliches Maß angestiegen und die Sonne über der spiegelglatten Xantener Nordsee tat gut. Hier auf dem Parkplatz in Xanten Wardt hat man auch an die Biker gedacht – extra eine Parkplatzzone nur für Biker. Der Kiosk am kleinen Yachthafen öffnete auch gerade, als wir dort eintrafen.

 

Der Haltepunkt ist sicher empfehlenswert für alle Biker, die es nicht nur aufs Heizen abgesehen haben.

 Von Xanten Wardt aus gings dann weiter über Vynen nach Rees zu unserem eigentlich Sonntags-Zielpunkt, dem Skulpturenpark. Laut Beschreibung im Internet haben sich dort  deutsche und niederländische Künstler mit ihren Skulpturen verewigt.

Zunächst einmal ist der Park (den Begriff finde ich etwas übertrieben, da es sich hier nur um ein sehr kleines Areal hinter den Deichanlagen handelt) nur schwer für Ortsunkundige zu finden. Entweder haben wir Hinweiszeichen übersehen oder es gibt keine.

Nach ein paar Metern Fußweg über die alte Stadtmauer (oder das, was davon übrig ist) gelangt man dann in den „Park“.

Nun, wer nicht sehr viel Sinn für zeitgenössische Bildhauerarbeiten hat, den hauen die dort aufgestellten Skulpturen nicht gerade aus den Bike-Stiefeln. Viel rostender Stahl, Konstruktionen aus Aluminium oder auch Stahl und Glas stehen auf einem Rasengelände, das von Pflasterstein-Zuwegungen durchtrennt wird.

Also alles in allem vielleicht als Zielpunkt ok, aber nicht der Hammer. Mag sich jeder selbst ein Bild davon machen.

 

Von dort führte uns dann die Route in Richtung B8 und im Anschluss auf schönen, kurvenreichen Nebenstrecken über Haldern und Haffen-Mehr (Deichstraße – mit viel Respekt befahren, da sehr viele und schwer einzuschätzende Kurven) nach Hamminkeln zum Roadhouse. Die Führung hatte ab Rees als ortskundiger Biker Henner übernommen. Danke dafür - hat ja bestens geklappt. Hast Dich somit als Tour-Guide schon mal bestens bewährt -:)

Nun ja, über das Roadhouse in Hamminkeln gäbe es jetzt die Möglichkeit, ellenlang zu berichten. Mit wenigen Worten: ein von Bikern aller Coleur gern genommenes Etappenziel, erst recht bei diesem Wetter. Einmal abgesehen von der Vielzahl unterschiedlicher Bikes, die man dort bestaunen kann, lädt die Gastronomie dort natürlich zum verweilen ein. Deshalb wurde dort auch noch in geselliger Runde ein Kaffee geschlürft, bevor sich dann unsere Wege in Richtung der Heimatadressen trennten.

 

Fazit:

Ein rundum gelungener Ausflug für einen Sonntag-Vormittag. Hätten wir mehr Zeit vorgeplant, wäre sicher auch noch ein Snack im Roadhouse ganz gut gekommen. Vor allem aber hat das Biken in der Gruppe sehr viel Spaß gemacht, die Small-Talks in den Pausen ebenfalls und ich weiß jetzt schon, dass die nächste gemeinsame Tour sicher wieder genauso viel Spaß machen wird.

 Die gesamte Fotostrecke könnt Ihr Euch gerne im Fotoalbum anschauen. 

Bis demnächst mal – und allzeit gute Fahrt.

Euer Tour-Guide

Michael




20.03.2011 Borken - Schiffshebewerk Henrichenburg

Länge der Tour: 136 km

Route: Borken - Raesfeld - Dorsten - Marl - Oer Erkenschwick - Waltrop - Haltern am See - Reken - Borken


Beschreibung:

Bei etwa 5 Grad C gings gegen 09:45 los. Der erste Stop erfolgte schon nach ca. 9 km, kurz vor der Ortschaft Raesfeld. Dieses Foto musste ich einfach machen, denn da erhält der Begriff "Elefantentreffen" eine andere Bedeutung:

Ich weiß zwar nicht, wer hier in Stein gehauene Elefanten kauft, scheint aber tatsächlich Abnehmer dafür zu geben.

Kurze Zeit später, am Schloss Raesfeld noch ein kurzer Stop (weil schönes Motiv), bis es dann in einem Rutsch zum Schiffshebewerk ging.

Die Fahrt ging von Raesfeld nach Dorsten, dann weiter über Marl nach Oer-Erkenschwick. Diese Route in Richtung Schiffshebewerk ist nicht empfehlenswert, da hier in weiten Teilen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbotszonen das Touren doch ziemlich anstrengend machen. Darüber hinaus ist die Multi-Kulti-Stadt Marl nicht gerade sehenswert. Dazu kommen noch sehr schlechte Straßenverhältnisse und die Aussicht während der Fahrt ist nicht gerade toll. Erst hinter Oer-Erkenschwick wird die Route dann etwas besser. Wenig später war ich dann auch schon am ausgesuchten Ziel.


Das technische Bauwerk aus Zeiten Kaiser Wilhelm II ist immer noch sehenswert und beeindruckend zugleich. Die Ingenieure dieser Epoche haben da eine wirkliche Meisterleistung vollbracht. Der Kanal ist allerdings heute vor dem Bauwerk in die neuen Anlagen umgeleitet und die Schleusenkammer ist trocken gelegt. Heute ist es möglich, über angelegte Wege per pedes durch die ehemalige Schleusenkammer zu laufen. Weitere Bilder sind im Fotoalbum veröffentlicht.

Natürlich fehlen hier an dieser Touristen-Attraktion Kioske genauso wenig wie Toilettengebäude. Wer also seine Tour dorthin plant, kann dort auch was für sein leibliches Wohl tun (wem's denn gefällt).

Die neuen Schleusenanlagen sind an Sonntagen allerdings auch nicht in Betrieb, so dass sich eine Tour dorthin unter der Woche vielleicht besser eignet.

Von Waltrop führte mich dann meine Route nach Haltern. Diese Strecke ist absolut empfehlenswert für den, der gerne kurvenreiche und landschaftlich schön gelegene Straßen fährt. In Haltern selbst ist es natürlich an den Sonntag-Vormittagen voll wie sonst nur in den Revierstädten an den verkaufsoffenen Samstagen. Dennoch sind die Biker-Treffpunkte rund um den Stausee immer wieder ein lohnenswertes Ziel. Wer sich zu hunderten anderer Biker gesellen möchte, der kommt an der Gaststätte "Drögen Pütt" auf seine Kosten. Ich selbst bevorzuge da eher den ruhig gelegenen Treff am Ostufer. Allerdings war dort am heutigen Tage gähnende Leere.


Aber egal, der Kaffee an dem dortigen Imbiss war heute bei den Temperaturen schon ziemlich geil.

Die Strecke vom Halterner Stausee über Reken nach Borken hat mich für die eigentlich schlechte Anreise nach Waltrop mal wieder komplett entschädigt. Durch die Wälder über kurvenreiche Strecken, vorbei an dem familienfreundlichen Ausflugsziel "Ketteler Hof" (sehr empfehlenswert für Familien mit Kindern - nicht ganz so teuer, aber keineswegs schlechter als die großen Freizeitparks) und dem Wildgehege Frankenhof.

Die Route macht wirklich Spaß.

Nach 136 km langer Tour war ich nach knapp 3 Stunden wieder zu Hause.

Schade, dass so viele Bikers-Corner-User am heutigen Tage nicht mitfahren konnten. Hätte sicher in der Gruppe mehr Spaß gemacht.

Ich freue mich schon auf die nächsten Ausflüge, an denen dann hoffentlich alle teilnehmen können.

Bis demnächst mal – und allzeit gute Fahrt.

Euer Tour-Guide

Michael